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Stellv. Fraktionsvorsitzende Foto: SPD Göttingen
Bärbel Diebel-Geries stellt ÖPNV-Tarif vor

3. März 2020: Tarifreform im Öffentlichen Personennahverkehr unter Dach und Fach

Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Freien Wählern im Göttinger Kreistag freut sich, dass ein wichtiges Projekt der jetzigen Wahlperiode kurz vor der Umsetzung steht. Den Vertreter*innen der Kreistagsgruppe in den Gremien des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) ist es gelungen, eine Tarifreform auf den Weg zu bringen, die für wesentlich günstigere Preise auf den Kurz- und Langstrecken sorgt. Die Umsetzung soll ab dem 1. August 2020 erfolgen.
„Das 5-Euro-Ticket kommt und noch einiges mehr an finanziellen Entlastungen und Verbesserungen im Landkreis Göttingen und im gesamten Tarifgebiet: Für 5 Euro fahren von Hann. Münden bis Bad Gandersheim, kostengünstig und klimafreundlich!“, so Thorsten Heinze (SPD), Vertreter in der Verbandsversammlung des ZVSN. „Wir wollen durch die vorgesehenen Maßnahmen die Nutzung des ÖPNV erhöhen und damit das Leben in unserem Landkreis attraktiver machen. Gleichzeitig leisten wir einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.“
„Wir konnten 10 Maßnahmen auf den Weg bringen, die den ÖPNV attraktiver machen“, so Bärbel Diebel-Geries, stellv. Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, „der Landkreis Göttingen unterstützt die Tarifreform mit zusätzlichen 3 Mio. Euro jährlich.“ Alle Schüler*innen fahren zukünftig in ihrer Freizeit werktags ab 14:00 Uhr und am Wochenende sowie in den Ferien für 15 Euro im gesamten Tarifgebiet mit dem Jugendfreizeitticket (eine Basiskarte ist nicht notwendig). Gemeinsam mit den Freundinnen und Freunden aus dem Landkreis lernen, Freizeit gestalten – der Bus ist die erste Wahl – das Privattaxi kann stehen bleiben! Bis das Land das kostenfreie SEK II-Ticket einführt, senken wir die Kosten für eine Schülermonatskarte deutlich auf maximal 83 Euro. Ein Sozialticket für 35 Euro im Monat ist ebenfalls bedeutender Bestandteil der Tarifreform.
Für Azubis gilt außerdem eine weitere Vergünstigung: Sie müssen nur noch den kürzeren und damit preisgünstigeren Weg bezahlen: Schule oder Ausbildungsstätte. Dies ist eine große Entlastung und auch ein Anreiz, auf die Anfahrt mit dem eigenen Auto zu verzichten und damit auch ein Beitrag, die angespannte Parkplatzsituation in den Berufsschulstandorten zu mildern. Kinder zahlen zukünftig nur noch 50 % statt bisher 66 % des Preises der Fahrkarte für Erwachsene. Neu ist die Einführung einer Tageskarte – ähnlich wie das Niedersachsenticket: Die erste Person zahlt voll, weitere Personen reduziert, bis zu 3 Kinder bis 14 Jahren fahren kostenlos mit. Menschen ab 65 Jahren fahren für 59 Euro pro Monat im gesamten Tarifgebiet ohne zeitliche Einschränkungen und mit weiteren Extras am Wochenende. Mobilität im Alter wird damit für alle kostengünstig.
Die Übernahme der Fahrtkosten der Schülerbeförderung in der Sekundarstufe II muss kommen und ist eine wichtige Forderung an die Landesregierung in Hannover, die diese Finanzierung im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat. Darüber sind sich die Vertreter*innen der Mehrheitsgruppe einig

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